Radlagerung hinten

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Radlagerung hinten

Die Radlagerung hinten besteht aus einem Rillenkugellager (6207 C3 Normlager) innen als Festlager und einem Zylinderrollenlager (308-203 Automotive-Sonderlager mit einem Durchmesser am Außenring von 62,02) außen. Ein Sicherungsring 72x2,5 legt das Rillenkugellager axial im Gehäuse fest (rot markiert). Die Lagersitze auf dem Achszapfen sind mit einem Durchmesser von 35 mm mit Passung j6 (35,011 ... 34,995 mm) ausgeführt. Im Radlagergehäuse hat der Lagersitz für das Zylinderrollenlager das Maß 62mm mit Passung N7 (61,991 ... 61,961 mm) im Gehäuse und der Lagersitz für das Rillenkugellager 72 mm mit der Passung J7 (72,018 ... 71,988). Somit ergibt sich für den Sitz des Zylinderrollenlagers im Gehäuse eine Übergangspassung mit überwiegend Presssitz, für das Rillenkugellager eine Übergangspassung, die auch nur ein Schiebesitz sein kann. Für die Lager ergibt sich für den Innenring eine Übergangspassung. Die Sicherung des sich drehenden Innenringes gegen Verdrehung auf der Welle, die nach normalen Maschinenbau-Grundsätzen bei umlaufender Last über einen Presssitz erfolgen sollte, wird durch die 42,8mm lange Distanzhülse (Da = 46 mm, Di = 35,2 +0,4 mm) und die axiale Verspannung von Achszapfen, Lagern, Distanzhülse und Radflansch mittels der Mutter und dem Anzugsmoment von 500 Nm erreicht (frühe Ausführung mit dünnwandigerer Hülse 350 Nm). Das Bild zeigt die Lagerung mit einem ABS-Impulsrad statt der Distanzhülse.

In der Lagerung kann sich auch bei neuen Lagern ein Kippspiel von etwa 90 µm ergeben. Am Radumfang können dann durchaus etwa 1,5 mm Kippspiel fühlbar sein, wenn die Lager jeweils in ihren Sitzen nur gering bis gar nicht gepresst sind. Damit unterscheidet sich die Hinterradlagerung fühlbar von einer spielfrei einstellbaren Lagerung über Kegelrollenlager wie z.B. an der Vorderachse oder modernen Kompaktlagerungen.