Änderung der Übersetzung beim Diesel DZM
Einführung
Ab dem Modelljahr 85 liegt im Cockpit bzw. an der Tachoeinheit auch das Drehzahlsignal an. Neben der dynamischen Öldruckkontrolle war es nun möglich einen Drehzahlmesser als Extra zu bestellen bzw. diesen später nachzurüsten. Das Drehzahlsignal kommt von der Klemme W der Lichtmaschine.
Beim Diesel gab es fünf verschiedene Drehzahlmesser. Das liegt daran, dass die Lichtmaschine beim Diesel ja nach restlicher Ausstattung in unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen von der Kurbelwelle angetrieben wird.
| ET-Nr. | Fahrgestell-Nr. | Kennziffer / Bemerkung |
| 251 919 253 F | bis K 030000 | 2,75 / Diesel ohne Servolenkung, 2-Riemenkonfiguration KW --> Lima |
| 251 919 253 J | alle | 2,01 / Diesel mit Klima, Klima und Servolenkung, 2. Lichtmaschine oder Hydraulikpumpe |
| 251 919 253 K | alle | 2,39 / Diesel mit Servolenkung, 1-Riemenkonfiguration KW --> Lima |
| 251 919 253 L | ab K 030001 | 2,2 / Diesel ohne Servolenkung, 1-Riemenkonfiguration KW --> Lima |
Um die Übersetzung zu ändern muss die Bestückung der Platiene angepasst werden.
Werkzeug
- Kleiner Schlitzschraubendreher
- am besten verbleites Lötzinn, im Notfall auch Bleifreies
- Feiner Lötkolben der für Elektronik geeignet ist
- Entlötsauglitze oder Entlötsaugpumpe
- zwei kleine Löffel
- Feine Flachzange
Anleitung
Drehzahlmesser Zerlegen
- Nadel vom DZM mit 2 Löffeln vorsichtig abhebeln

Lösen der Nadel (Bild von Tacho, funktioniert aber gleich) - Ziffernblatt abschrauben

Drehzahlmesser Ziffernblatt abgenommen - Anzeigen für Kühlwassertemperatur und Tank durch lösen der Muttern auf der Rückseite ausbauen.
- Die beiden rückseitigen Schrauben entfernen und den DZM aus dem Gehäuse ziehen.
- Die Platine aus den Clips lösen und die beiden Verbindungen zum Instrument ablöten.
Änderung der Bestückung
Da es sich bei der Platine teils um empfindliche Komponenten handelt, sollte man bestenfalls etwas mit dem löten geübt sein, wenn nicht hier eine Anleitung, am besten mal an einer alten Platine die man nicht mehr braucht probieren ; )
- Bestückungsplan mit für die gewünschet Übersetzung zugehöriger Zeile in der Tabelle und die vorhandene Platine vergleichen. Um die Widerstandswerte auf der Platine zu ermitteln kann der Online-Widerstandsrechner verwendet werden.
- Die Komponenten die im Bestückungsplan andere Werte als auf der Platine haben müssen ausgelötet werden. Beim umbau vom Benziner auf Diesel DZM müssen einige Bauteile komplett entfernt werden.
- Die neuen Bauteile wieder einlöten


| Übersetzung | R1 | R3 | R4 | R5 | R6 | R7 | R8 | RV1 | C1 | C2 | C3 | C4 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2,2 (1) | 100 Ω | 20kΩ | 82,5Ω | 200Ω | 3,3kΩ | 1,21kΩ | - | 22kΩ | 47µF | 47nF | 22nF | 3,3µF |
| 2,2 (2) | 100 Ω | 13kΩ | 82,5Ω | 162Ω | 15kΩ | - | 47kΩ | 22kΩ | 47µF | 47nF | 22nF | 3,3µF |
| 2,39 | 100 Ω | 16kΩ | 82,5Ω | 191Ω | 3,3kΩ | 1,21kΩ | - | 22kΩ | 47µF | 47nF | 22nF | 3,3µF |
| 2,751 | 100 Ω | 13kΩ | 82,5Ω | 191Ω | 3,3kΩ | 1,21kΩ | 68kΩ | 22kΩ | 47µF | 33nF | 22nF | 3,3µF |
Dieser Wert ist noch nicht bestätigt
Zusammenbau
- Die Verbindungen zum Instrument wieder anlöten und Platine Einclipsen
- Den DZM vorsichtig un das Gehäuse setzen, dabei aufpassen das die Pins auf der Rückseite nicht beschädigt werden.
- Schrauben auf der Rückseite eindrehen
- Anzeigen für Kühlwassertemperatur und Tank einsetzen und festschrauben
- Ziffernblatt anschrauben
- Nadel vorsichtig aufstecken, wenn man zu fest drücken beschätigt man das Instrument
Kalibrierung
Der Drehzahlmesser muss nach einem Umbau immer kalibriert werden, dafür ist auf der Rückseite eine Öffnung durch die man den DZM miteinem Schraubendreher verstellt. Kalibriert werden kann mit einem Funktionsgenerator (die genauere Methode) oder während der Fahrt (wenn man keinen Funktionsgenerator hat)
Kalibrierung mit Funktionsgenerator
- Drehzahlmesser nach Bild anschliesen, das Drehzahlsignal ist eine gleichgerichtete Halbwelle, deshalb muss man hinter den Ausgang des Funktionsgenerators eine Diode (1N400x) schalten

| PIN | FREI | PIN | PIN | |
|---|---|---|---|---|
| Diesel (nur sehr wenige?) | Klemme W | frei | Masse | +12V |
| Benzin & Diesel | Masse | frei | +12V | Zündspulensignal/Klemme W |

- Den Funktionsgenerator einstellen auf 14V Vpp (Spannung halbiert sich durch Diode, ca. 7 v werden benötigt)
- Frequenz möglicht niedrig drehen
- Labornetzteil einschalten und Frequenz für 6000 rpm nach Tabelle an Funktionsgenerator einstellen. Mit Schraubendreher den Potentiometer so einstellen das der DZM 6000 rpm zeigt.
- Zur kontrolle Frequenz für 3000 rpm einstellen und Zeiger prüfen. Wenn der Zeiger nicht auf 3000 rpm steht wurden fehler bei der Bestückung gemacht.
| Übersetzung | 3000 rpm | 6000 rpm |
|---|---|---|
| 2,2 | 660 Hz | 1320 Hz |
| 2,39 | 717 Hz | 1434 Hz |
| 2,751 | 825 Hz | 1650 Hz |
f=(Drehzahl/60)×Übersetzung×6
Kalibrierung wärend der Fahrt mit Tabelle
Aus dieser Tabelle kann man die Geschwindigkeit bei 3000 upm ablesen
- man fährt mit einem genauen GPS Tacho die angegebene Geschwindigkeit
- anhalten und mit einem Schraubendreher hinten den Poti verstellen
| Getriebe-KB | 4. Gang Übersetzung | Geschwindigkeit bei 3000 U/min |
|---|---|---|
| 3H | 1,023 | ca. 80 km/h |
| 8K | 1,023 | ca. 71 km/h |
| 8L | 1,023 | ca. 71 km/h |
| 9D | 1,023 | ca. 71 km/h |
| DX | 1,023 | ca. 71 km/h |
| ABF | 0,850 | ca. 91 km/h |
| ABP | 1,023 | ca. 70 km/h |
| ABR | 1,023 | ca. 70 km/h |
| ACP | 0,850 | ca. 91 km/h |
| ACR | 0,850 | ca. 91 km/h |
| ABH | 1,023 | ca. 70 km/h |
| ABS | 1,023 | ca. 71 km/h |
| AAS | 1,023 | ca. 80 km/h |
| ASR | 1,023 | ca. 80 km/h |
| ASS | 1,023 | ca. 80 km/h |
| ASP | 1,023 | ca. 70 km/h |
| AGZ | 1,225 | ca. 67 km/h |
| AHF | 1,225 | ca. 67 km/h |
| AKK | 1,225 | ca. 62 km/h |
| AND | 1,225 | ca. 59 km/h |
| AVF | 1,225 | ca. 67 km/h |
| AVJ | 1,225 | ca. 67 km/h |
| AVK | 1,225 | ca. 67 km/h |
| AVS | 1,225 | ca. 62 km/h |