Westfalia Joker

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In diesem Beitrag soll der Westfalia Joker beschrieben werden mit seinen Eigenschaften und seiner Geschichte.

Grundrisse und Modellbezeichnungen

Bezeichnung Grundriss Besonderheit Bauzeitraum ab verwendet auch für
Joker 1 Grundriss-Joker-1.jpg Aufstelldach mit Bett ab 08/79 späte Club Joker, California und Atlantic mit Aufstelldach
Joker 2 Grundriss-Joker-2.jpg Aufstelldach mit Bett Modelljahr 1981
Joker 2 Variante Grundriss-Joker-2-Variante.jpg Aufstelldach mit Bett
Joker 3 wie Joker 1 jedoch Bett im Hochdach Hochdach mit Bett ab 02/80 späte Club Joker (ab Modelljahr 1987 ??), California und Atlantic mit Hochdach
Joker 4 wie Joker 2 jedoch Bett im Hochdach Hochdach mit Bett ab 02/80 frühe Club Joker
Joker 5 wie Joker 1 Werks-Nachrüstelösung für Kombis, Aufstelldach mit Bett mit Erhöhung hinten Modelljahr 1981
Joker 6 wie Joker 2 Modelljahr 1981
Joker 7 wie Joker 1 jedoch ohne Gasausrüstung, Kocher, Kühlschrank und Heizung, Ladegerät und 2.-Batterie Aufstelldach Nur Modelljahr 1980
Sport Joker wie Sport Joker 1 aber ohne Aufstelldach Blechdach Modelljahr 1982
bis Ende 1085
Sport Joker 1 Grundriss-Sport-Joker-1.jpg Aufstelldach Modelljahr 1982
bis Ende 1985
Sport Joker 2
1983
Sport Joker 3
wie Sport Joker 1 jedoch mit Hochdach Hochdach Modelljahr 1982
bis Ende 1985

Geschichte

Teils überarbeitetes Zitat VWN aus Facebook vom 30.09.2020:

Es war ja nach den bewährten und erfolgreichen Westfalia-Campingausstattungsvarianten für den T1 und T2 nicht anders zu erwarten, dass auch sofort für den T3 eine derartige Ausstattung kommt. Auf der bewährtem Ausstattung Berlin für den T2 aufbauend wurden die Möglichkeiten, die sich mit dem T3 boten, erfolgreich genutzt - insbesondere die größere Innenbreite und die niedrigere Motorraumstufe.

VWN formuliert das heute so: Es ist immer gut, einen Joker dabei zu haben.

1979 wurde er angekündigt und während des Modelljahres 1980 kam er auf den Markt.
Der Joker. Die Westfalia-Werke wählten den Namen Joker, um damit die Vielseitigkeit des neuen Wohnmobils auf VW Bus T3 Basis in der Freizeit, aber auch im Alltag zum Ausdruck zu bringen. Der Joker erschien sowohl als Erst- wie auch als Zweitfahrzeug ideal.
Angeboten wurde der T3 Joker am Anfang in zwei Ausführungen jeweils mit Aufstelldach. Zwei Schlafplätze unter dem Dach sowie das Doppelbett unten standen für die Camper bereit.
Den Grundstein der Joker-Familie machten „Joker 1“ und „Joker 2“. Der Joker 1 mit breiter Küche und Kleiderschrank hinten und den Joker 2 mit breiter hinterer Sitzbank für zwei Personen sowie einem seitlichem Polstersitz an der linken Fahrzeugseite. Es war hinten ein 3-Sitzer. 2 auf der Bank und einer auf dem Seitensitz. Beim Joker 2 konnte auch der hintere Kleiderschrank gegen ein Kleiderschrankmodul mit Klappsitz hinter dem Beifahrersitz getauscht werden.
Die Preisliste des Jokers begannen damals bei 17.656.-DM für das Grundfahrzeug in der 37 kW/50 PS-Version. Hinzu kamen die Westfalia-Ausbauten deren Preise bei knapp 8.000.- DM begannen.
Die Joker-Familie wurde in den folgenden Jahren um zahlreiche Varianten ergänzt, z.B. Joker 3 und 4 mit festem Hochdach sowie Joker 5 und 6 mit dem nachrüstbarem Westfalia Aufstelldach.
Der Mosaik Joker, bei dem aus vorgefertigten Möbelteilen 72 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zur Wahl standen. Er wurde als Multimobil im Baukastensystem beworben.
Die Sport Joker 1, 2 und 3, welche sich durch ihre Dachaufbauten unterschieden und als wesentliches Unterscheidungsmerkmal keine Küchenmöbel aufwiesen. Diese Ausführung nahm den Grundriss des Multivan vorweg.
Und schließlich dem Club Joker, wahlweise mit Aufstelldach oder festem Hochdach. Der Club Joker galt als rassige Mischung aus exklusiver Optik, anspruchsvoller Ausstattung und wirtschaftlicher Funktion. Er verfügte in den ersten Jahren serienmäßig über ein L-förmige Sitzgruppe im Fahrgastraum.
Der Jubiläums Joker im Modelljahr 1985: 250 Sondermodelle zum Jubiläum des 250.000. Campers aus dem Hause Westfalia wurden aufgelegt. Exklusiv präsentierten sich Innen- und Außenausstattung. Auffälligstes Merkmal waren die goldenen Akzente außen an Radzierblenden, Kühlergrill und Zierstreifen.
Gebaut wurde die Joker-Varianten bis 1991. Ab Herbst 1988 (Modelljahr 1989) startete mit dem California, im Herbst 1989 (Modelljahr 1990) gefolgt von der zusätzlichen Variante Atlantic, die technisch vollständig an den Joker angelehnt waren und sich praktisch nur durch die Polster und Gardienen und Ausstattungsumfang vom Joker unterschieden. Sie wurden auch bei Westfalia ausgebaut. Das Preis-Leistungsverhältnis des California überzeugte die Kunden, so dass dieser schnell zum Marktführer wurde.
Die Werbeleute von Westfalia beschreiben den Joker sehr kreativ:
Im Camper wohnen Sie wie daheim. Unabhängig von Hotel und Restaurant. Gemütlich zwischen den eigenen vier Wänden. Da ist kein Gepäck ein- und auszuladen. Alles, was Sie brauchen liegt, wohlgeordnet in Schränken und Kästen, griffbereit wie zu Hause. Im Campingbus sind sie ihr eigener Koch. Sie können Kochen wie daheim. Und was Sie gerne essen möchten, worauf Sie gerade Appetit haben, das gibt es in der Urlaubsküche. Und wenn Sie Lust haben, das feine Gericht im Badeanzug zu genießen- bitte; niemand stört sich daran. Dem Zitat aus dem damaligen Verkaufsprospekt ist nichts hinzuzufügen.

Die Camper- bzw. Vanagon-Varianten für den US-Markt basierten auf den jeweils aktuellen Joker 1-Modellen mit Anpassungen an US-Zulassungsrecht.